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Nationaler Verbraucherschutz und internationaler Handel

EU und den USA EU und den USA EU und den USA Grenzen und Möglichkeiten neoklassischer Theorieansätze zur Beurteilung von Konfliktpotenzialen am Beispiel des WTO-Streits zum Hormonfleisch zwischen der EU und den USA

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Bettina Rudloff

Hinter der Globalisierungsdebatte steht auch die Frage, welche Spielräume bei zunehmender internationaler Handelsverflechtung für nationale Politiken wie z.B. die Verbraucherschutzpolitik überhaupt noch bestehen. Für den Agrarsektor besteht zusätzlich das Problem, dass der allgemeine Trend zum Abbau traditioneller Agrarprotektion auch das Risiko birgt, nationale Verbraucherschutzpolitiken als verdeckte Agrarprotektion zu missbrauchen. Diese Arbeit systematisiert Verbraucherschutz im Rahmen neoklassischer Ansätze, wie Externalitäten und asymmetrische Produktinformation. Die Bewertung des konkreten WTO-Streits zum «Hormonfleisch» zeigt Anwendungsgrenzen dieser Ansätze. Die Analyse aller vorliegenden verbraucherschutzrelevanten WTO-Streitfälle weist die prinzipiell zugrundeliegenden Konfliktpotenziale und mögliche Spielräume für Verbraucherschutz im WTO-Regelwerk auf.
Aus dem Inhalt: Neoklassische Analyse nationaler Verbraucherschutzpolitik im Rahmen des internationalen Handels (internationale Externalitäten, asymmetrische Produktinformation) – Identifizierung von Konfliktpotenzialen im WTO-Regelwerk: der «Hormonfleisch-Fall» als Präzedenzfall – Beurteilung ausgewählter Konfliktpotenziale für die Gestaltung nationaler Verbraucherschutzpolitik (Produktgleichheit, Produkt- und Prozessstandards, Label, Risikoperzeption, nationale Schutzziele).