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Hanns Heinz Ewers (1871-1943). Von der Jahrhundertwende zum Dritten Reich

Erzählungen, Dramen, Romane 1903-1932 - Von der Genese des Arioheros aus der Retorte: Die Gestaltwerdung einer ‘deutschen Reichsutopie’

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Ulrike Brandenburg

Die rassenbiologische und reichsutopische Instrumentalisierung von Paradigmen der phantastischen und neoromantischen Literatur im Werk von Hanns Heinz Ewers (1871-1943) wird vor dem Hintergrund des neomythologischen Geschichtsbildes Oswald Spenglers, der Rassenbiologie Adolf Lanzens und der pränazistischen Reichsutopie Moeller van den Brucks ideologiekritisch untersucht. Der Nachweis der (prä)faschistischen Ausrichtung der Romane, Dramen und Erzählungen Ewers’ wird anhand der Analyse der das Werk tragenden Allegorisierungsprozesse erbracht.
Die literarische Genese arioheroischer Heldengestalten spiegelt die bereits in der Endphase der Weimarer Republik einsetzende Entdemokratisierung der deutschen Gesellschaft. Insbesondere die Romane Ewers’ schildern nach dem Muster experimenteller Versuchsanordnungen die Mechanismen einer Ideologisierung, d.h. Faschisierung der Massengesellschaft.
Aus dem Inhalt: Die Eschatologisierung der Geschichte: die Erzählungen Hanns Heinz Ewers’ – Konservative Mythen: die Dramen Hanns Heinz Ewers’ als Beispiele eines synthetischen Geschichtsmodells – Das Romanwerk Hanns Heinz Ewers’: literarische Fiktion und rechtsnationale Ideologie.