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Die Brüste der Frauen

Ein Symbol des Lebens oder des Todes?- Brustkrebs als Ausdruck der «Kränkung» von Frauen im Patriarchat

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Elisabeth Sorgo

Die Ausgangsfrage der Arbeit war: Kann es möglich sein, daß die Erkrankung Brustkrebs mit dem generellen Status und der Darstellung der Frau in einer patriarchalen Gesellschaft zusammenhängt? Die Untersuchung folgt bei der Erforschung dieser Fragen den methodologischen Prinzipien der Frauenforschung, die Maria Mies formulierte. Leiblichkeit und die Erfahrung leiblichen Seins gründen immer auch in Benennungen, Darstellungen und Zuschreibungen von Außen. Die positive Bedeutung des ehemals heiligen Frauenleibes wurde durch patriarchale Strategien entwertet und in ihr Gegenteil als Todbringer verkehrt. Die Frauen haben wenig Bewußtsein von den Mechanismen, die sie an Leib und Seele erkranken lassen. Erst wenn sie erkennen, daß ihre scheinbare Ohnmacht und Krankheitsanfälligkeit patriarchal inszeniert ist, können sie anfangen, gegenteilige Weiblichkeitsbilder zu entwerfen und sie zu leben.
Aus dem Inhalt: Körpertheorien, besonders die Reduktion des Frauenleibes in einen sexuell funktionierenden Körper – Fähigkeiten der Brüste in der symbolischen Darstellung durch verschiedene historische Zeiten – Brüste als Körperding - Symbol der Zurichtung im Heute – Brusterkrankungen und der Umgang damit, vor allem am Beispiel einer Fernsehsendung mit Fachmännern und «Unwissenden» – Wahrnehmungs- und Empfindungsweisen von Frauen.