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Das schmähliche Ende

Der Tod des schlechten Kaisers und seine literarische Gestaltung in der römischen Historiographie

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Tobias Arand

Gegenstand der Studie ist die literarische Gestaltung des Todes schlechter Kaiser in der römischen Historiographie des 1. bis 6. Jahrhunderts. Ausgehend von der These, daß es sich bei der antiken Geschichtsschreibung um Literatur mit einem hohen fiktionalen Anteil handelt, stehen die Todesschilderungen der Tyrannen weniger als glaubwürdige Berichte realer Ereignisse, sondern vielmehr als pointierte Elemente erzählerischer Gestaltungsabsichten der jeweiligen Autoren im Mittelpunkt. Fragen nach der rhetorischen Form der Todesdarstellungen oder der Verwendung fester Topoi sind hier von besonderer Bedeutung. Ein weiteres Augenmerk gilt dem Vergleich zwischen paganen und christlichen Autoren in der Bewertung und Darstellung der kaiserlichen Tode. Insgesamt wurden 41 historiographische Texte – u.a. von Tacitus, Sueton, Laktanz und Euseb – untersucht.
Aus dem Inhalt: Forschungsüberblick zum ‚toten Kaiser’ – Gute Kaiser - schlechte Kaiser - tote Kaiser – Der schlechte Kaiser und die Darstellung seines Todes – Zum Geschichtsbewußtsein der antiken Historiker bei der Darstellung des Todes schlechter Herrscher.