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Steuerarbitrage bei Umsatz- und Verbrauchsteuern im Europäischen Binnenmarkt

Eine empirische Untersuchung

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Friedrich Vogelbusch

Im Schrifttum und in der Finanzpolitik spielen die steuerinduzierten Direktimporte der Endverbraucher (hier als Steuerarbitrage bezeichnet) eine zentrale Rolle. Insbesondere die Höhe und die Zusammensetzung der Steuerarbitrage bei den Umsatz- und Verbrauchsteuern sowie die Bestimmungsgründe der Direktimporte sind ungelöste Fragenkreise. Zu dem Problemkreis liegen empirische Untersuchungen in den USA, in Kanada und jüngst auch in Europa vor, wobei es sich meist um Befragungen handelt. Es fehlen regressionsanalytische Untersuchungen mit makroökonomischen Daten. Eben solche quantitativen Analysen beinhaltet die vorgelegte Monographie. Erstmals sind auf Basis der Ergebnisse fundierte Aussagen über das Arbitragegeschehen im europäischen Binnenmarkt möglich. Für Behörden, Verbände, Fachministerien und die Politikberatung sind die bisher nichtveröffentlichten Daten zum Direktimport- bzw. Schmuggelgeschehen für hoch besteuerte Verbrauchsgüter (Diesel- und Vergaserkraftstoff), Tabakwaren, Alkohol, Kaffee/Tee und die auf dieser Basis möglichen Prognoseüberlegungen und Szenariountersuchungen von erheblicher Bedeutung.
Aus dem Inhalt: Zum Begriff der Steuerarbitrage – Institutioneller und theoretischer Kontext – Die Rolle der Direktimporte für die Steuerharmonisierung in der EU – Empirische Untersuchungen in den USA, Kanada und Europa – Eigene Untersuchungen – Direkte Erhebung der Steuerarbitrageströme (Schmuggelaufgriffe, Totalkontrollen an den Grenzen) – Indirekte Ermittlung der Steuerarbitrageströme (Warenströme und Goldströme) – Kraftstoffe, Tabakwaren, Alkohol, Kaffee/Tee – Die zu erwartende Rolle der Steuerarbitrage für die Harmonisierung der Umsatz- und Verbrauchsteuern im Europäischen Binnenmarkt – Prognose unter Verwendung der Schätzergebnisse.