Show Less
Restricted access

Erinnerung in den metafiktionalen Werken von Boris Chazanov und Jurij Gal’perin

Verfahren zur Konstruktion von Realität, Identität und Text

Series:

Ulrike Lange

Erinnerung als Gegenstand literarischer Werke wird seit der Moderne in ihrer Funktionsweise in Frage gestellt und zum Thema metafiktionaler Texte gemacht. Dem geht diese Arbeit anhand einer detaillierten Studie von Erinnerung als literarischem Verfahren bei Boris Chazanov und Jurij Gal’perin nach. In einer Strukturanalyse werden Techniken der Erinnerungsdarstellung untersucht und anschließend die den Texten zu Grunde liegenden Konzepte von Erinnerung herausgearbeitet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Ich-Erzähler Erinnerung als Verfahren zur Konstruktion der Realität, ihrer Identität und des Textes einsetzen. Die Untersuchung berücksichtigt Ansätze aus Narratologie, Autobiographieforschung, Erinnerungspsychologie sowie Metafiktionsforschung und erweitert die gängige Erzählertypologie.
Aus dem Inhalt: Theoretische Grundlagen: Ich-Erzählung, Retrospektion, Metafiktion – Chazanov: Antivremja - Autobiographietheorie in Romanform, Nagl’far v okeane vremen, Chronika N., Dalekoe zrelišče lesov, Das Buch als Metapher für Erinnerung bei Chazanov – Gal’perin: Igraem bljuz - Doppel-Auto/Biographie im Blues-Stil, Most čerez Letu, Blues und Film als Metaphern für Erinnerung bei Gal’perin – Möglichkeiten und Grenzen von Erinnerung als Verfahren zur Konstruktion von Realität, Identität und Text – Register – Übersetzung der russischen Zitate.