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Das Transfersystem im Lizenzfußball

Untersuchung der Zulässigkeit internationaler Transfer- und Entschädigungsregelungen nach arbeits-, verfassungs- und europarechtlichen Aspekten und deren Umsetzbarkeit im deutschen Lizenzfußball

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Nathalie Oberthür

Das Reglement der FIFA betreffend den Transfer eines Lizenzfußballspielers zu einem anderen Verein beruht auf einem Kompromiß mit der EU-Kommission und ist von den Fußballnationalverbänden weltweit umzusetzen. Das von der Idee eines vorzeitigen Vertragsbruchs getragene Entschädigungssystem läßt sich aus deutscher Sicht als Vertragsstrafenregelung begreifen, die allerdings in weiten Bereichen nicht nur mit europa- und verfassungsrechtlichen Grundsätzen kollidiert, sondern auch mit den Anforderungen der arbeitsvertraglichen Inhaltskontrolle.
Aus dem Inhalt: Die vertragsrechtliche Stellung des Lizenzspielers – Tarifliche Regelung der Spielerarbeitsverhältnisse durch die Vereinigung der Vertragsfußballspieler – Zulässigkeit der Befristung von Spielerverträgen – Recht des Lizenzspielers zur Vertragsbeendigung aus sportlich triftigen Gründen – Vereinbarkeit einer Transferentschädigung mit der europäischen Arbeitnehmerfreizügigkeit (Art. 39 EGV), dem europäischen Kartellverbot (Art. 81 EGV) und der Berufsfreiheit (Art. 12 GG) – Arbeitsrechtliche Zulässigkeit der Verbindung von Kündigungsrechten mit einer Vertragsstrafenregelung.