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Auskunftsansprüche im griechischen Zivilrecht

Auswirkungen im deutsch-griechischen Rechtsverkehr sowie im deutschen internationalen Privat- und Verfahrensrecht

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Vassiliki Myller-Igknay

Ziel der Arbeit war es, die durch das Fehlen normierter Auskunftsansprüche im griechischen materiellen Recht eintretenden Disharmonien bei Auslandsfällen, in denen der deutsche international zuständige Richter griechisches Sachrecht anwendet, zu untersuchen und mögliche Lösungen zu entwickeln. Es werden die Auskunftsansprüche in beiden Rechtsordnungen rechtsvergleichend dargestellt und nach der Feststellung der Unterschiede werden sowohl in der Theorie als auch in der Praxis die Ergebnisse im Blickwinkel der Theorie der postmodernen Rechtsvergleichung analysiert. Schließlich werden für die Disharmonien Lösungsmöglichkeiten im internationalen Privatrecht gesucht. Als Fazit kann festgestellt werden, daß das Informationsbedürfnis des Auskunftsbegehrenden durch die Anwendung des griechischen materiellen Rechts einschließlich der Gesetzesanalogien und des Auskunftsanspruchs aus Treu und Glauben ausreichend gedeckt ist und somit der deutsche international zuständige Richter sich nicht mit der Problematik der Anpassung zu befassen braucht. In Ausnahmefällen wird ein Rückgriff auf den ordre public erforderlich sein und es werden kaum Fälle vorkommen, in denen ein Normenmangel hingenommen werden muß.
Aus dem Inhalt: Rechtsvergleichung zwischen deutschem und griechischem Recht betreffend die zivilrechtlichen Auskunftsansprüche – Rechtsvergleichende Betrachtung aus der Sicht der Theorie der postmodernen Rechtsvergleichung – Anpassung im internationalen Privatrecht – Sprachrisiko der Parteien im Prozeß.