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Raumstrukturelle Wirkungen von Transformation

Mittelasien und das Fergana-Tal

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Claudia Stein

Die Frage nach raumstrukturellen Wirkungen von Transformation als Folge politischen Handelns findet in der theoretischen Auseinandersetzung mit Transformation bisher kaum Beachtung. Die Analyse der mittelasiatischen Transformationsregion kommt zu dem Ergebnis, dass es eine große Varianz an raumstrukturellen Wirkungen von Transformation gibt, welche sich anhand der Analyse regionaler Disparitäten feststellen lassen. Die stärksten raumstrukturellen Wirkungen zog dabei der Prozess der Nationenbildung nach sich, der zu einer disparaten Entwicklung in Mittelasien führte und die Problematik der Gleichzeitigkeit von Nationenwerdung und Transformation deutlich macht. Die Bedeutung der Ausgangsbedingungen wird vor allem bei den aktuellen Entwicklungen von Konfliktpotentialen in Mittelasien und spezifisch im Fergana-Tal deutlich. Vordergründige Konflikte um Ressourcen spiegeln dabei historisch persistente regionale Identitäten und Machtverhältnisse wider, die den Transformationsprozess und die Nationenwerdung gefährden können.
Aus dem Inhalt: Analyse von Transformationsräumen - Theoretische Konzeption – Methodische Grundlagen – Mittelasien – Mittelasien: Russische Kolonisation und Sowjetisierung – Transformation in Mittelasien – Fallstudie: Fergana-Tal.