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«Rough Justice» – Die Justiz der IRA

Eine Untersuchung und Dokumentation zum Begriff des Rechtssystems

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Jochen Bittner

Extremfälle können Theorien vor Probleme stellen, die in der normalen Lage nicht wahrnehmbar sind. Das gilt auch für die Theorien vom Rechtssystem. Die Dissertation von Jochen Bittner konfrontiert die wichtigsten positivistischen und nichtpositivistischen Rechtsbegriffe mit der bitteren Wirklichkeit der Justiz der Irisch-Republikanischen Armee (IRA). Bestrafungstrupps der Untergrundarmee schossen in den vergangenen 28 Jahren mehr als 1300 Menschen in Arme und Beine und verprügelten seit 1982 über 800 Menschen auf entsetzliche Weise. Dies geschah früher im Namen eines vereinigten Irlands. Heute geschieht es im Namen der Gerechtigkeit. Der Autor entwickelt neben der Überprüfung von dreizehn fremden Rechtsbegriffen auch eine eigene, idealistische Theorie des Rechtssystems. Sie fordert eine starke Verbindung von Recht und Moral.
Aus dem Inhalt: Entstehung des parallelen Justizsystems der IRA im Kontext des nordirischen Bürgerkriegs – Ende der Bestrafungen der Untergrundorganisation auch nach dem historischen Karfreitagsabkommen von 1998 – Rechtssystem oder Terrorherrschaft – Zeitgeschichtliche Dokumentation und rechtsphilosophische Analyse – Überprüfung anhand einer extremen Wirklichkeit und einer durchaus radikal gemeinten eigenen Theorie vom Rechtsbegriff: der starken Verbindungsthese.