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Distanz und Identifikation

Eine Studie über Robert Walsers Roman «Der Gehülfe», Rainer Maria Rilkes «Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge» und Franz Kafkas «Das Schloss»

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Yongrok Oh

In der vorliegenden Arbeit steht das literaturgeschichtliche Motiv der Fremde im Mittelpunkt. Dadurch wird das Autobiographische erst als erzählerisches Ereignis literarisch gestaltet. Die Themenbegriffe 'Distanz' und 'Identifikation' werden primär textintern auf die Wechselbeziehung zwischen Protagonist und sonstigen Figuren und sekundär auf die textexterne Kommunikationssituation (Autor-Romantext-Leser) bezogen. Die Arbeit eröffnet damit eine neue Interpretationsperspektive; auch die individuelle Zeiterfahrung des modernen Menschen wird deutlich erkennbar.
Aus dem Inhalt: Kongruenz und Inkongruenz von Erwartung und Erfahrung - Sprachliche Indizien für das Herr-Knecht-Verhältnis - Maltes 'Sehenlernen' und Erzählen - Das Schloss-Dorf als eine komische, ambivalente und sich verwandelnde Welt bei Kafka - Das Reziprozitätsgesetz des 'Schlosses'.