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«Wohlklingende Schrift» und «rührende Bilder»

Soziologische Studien zur Ästhetik Gottscheds und der Schweizer

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Gerhard Schäfer

Der Literaturstreit zwischen Gottsched und den Schweizern Bodmer und Breitinger gilt als Wendepunkt in der deutschen Literaturgeschichte. Seine Heftigkeit kann nur erklärt werden, wenn das soziale Umfeld der Dichtungstheorien erforscht wird. Dabei zeigt sich, dass religiös geprägte Einstellungen zu den Texten, zur Musik und zur Malerei ebenso eine bisher kaum beachtete Rolle spielten wie die Entwicklung des städtischen Lebens und die Ablösung einer überwiegend mündlich geprägten Poesie durch die gedruckte Literatur. «Wohlklingende Schrift» und «rührende Bilder» bezeichnen zwei Rezeptionshaltungen, die vor der Zeit der Massenlektüre gültig waren.
Aus dem Inhalt: U.a. Ästhetik und Soziologie - Kulturbedeutung des Calvinismus: Malerei und Poesie - Determinanten der «puritanischen» Poetik - Berufung und Nebenstunden - Gottscheds Poetik für Bürger - Die Wirkungen des leisen Lesens.