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Heinrich Manns Roman «Der Kopf». Seine Motive und seine Quellen

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Jork Fontaine de la

Heinrich Manns Roman «Der Kopf» ist in der Sekundärliteratur sehr unterschiedlich beurteilt worden. Erst in der neueren Rezeption finden sich vorurteilslosere und daher genauere Bewertungen, die jene scheinbaren Unverständlichkeiten des Romans als seine moderne Darstellungsform zu würdigen wissen. Der Rat - wissende Erzähler fehlt, das handelnde Individuum steht radikaler denn je zur Disposition. Die Verunsicherung des Lesers durch das nicht eindeutig Orientierung findende Verhältnis des Rezipienten zum Roman - so soll hier behauptet werden - ist von Heinrich Mann bezweckt: es kam ihm auf die Typisierung der inneren Zeitgeschichte an, die in diesem Roman zugleich zur Selbstkritik des Autors am Idealismus seiner frühen Werke wurde.
Aus dem Inhalt: Zur Rezeptionsgeschichte des Werkes - Die Einheit von «Realismus» und «Überrealismus» im Roman «Der Kopf» - Das justizkritische Moment als Romankonstituens im «Kopf» - Zu den Bestimmungen von «Geist», «Tat» und «Macht» im essayistischen Werk im Verhältnis zum «Kopf» - Zur Ortsbestimmung des Romans: Partitielle Modernität.