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Aporie und Tod

Zur Dramatik des Platonischen Denkens

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Mirko Jozic

Die Philosophie Platons, wie sie sich in den Dialogen darstellt, wird hier als eine Denk-, Mitteilungs- und Sprachbewegung ganz eigener Art verstanden, die die Aporien des «Siegesgeistes» - wie er in der Geschichte der athenischen Polis, in der Kunst und Tragödie und vor allem in der Sophistik in Erscheinung tritt - aufdeckt. In der Aporie stirbt dieser Geist. In seinem wahren Sterben aber erwacht jene Urkraft, die die Aporia zum Poros verwandelt und den Eros-Logos als die Arche zur Erscheinung bringt. Deren Gestaltung und Selbstgestaltung wird in der vorliegenden Untersuchung als Verwandlung der Aporia zur Soteria anhand der Dialoge genauer dargestellt: die Arche erscheint in verschiedenen Gestalten, kommt jedoch erst im Philosophein-Archein ganz zu sich. - Diese aporetisch-anamnetische Bewegung in der Berührung von Leben und Tod macht das Drama des Platonischen Denkens aus.
Aus dem Inhalt: Geschichtserfahrung und Aporie - Aporie und Logos - Logos und Tod - Tod und Polis.