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Romantik als Aufklärung der Aufklärung?

Ein Beitrag zur Rekonstruktion politischer Theorie in der deutschen Romantik

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Wolfgang Mederer

Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit ist die gegenwärtige Romantik-Renaissance. Wie eh und je erscheint dabei das als romantisch etikettierte Bewusstsein den Gegnern als Rückfall, Modernitätsverweigerung und Realitätsferne, den Befürwortern hingegen als Avantgarde, Aufstand des Bewusstseins gegen Plattheiten und Verflachungen sowie als Versuch, die Welt als «Ganzes» ins Blickfeld zu bekommen. Der Rekurs auf politische Texte der deutschen Romantik zeigt, dass die «romantische Weltanschauung» als regulatives Prinzip der Aufklärung stets dort auftritt, wo einseitig kausal-analytisches Denken die Grundlagen der Gesellschaft zu bedrohen scheint.
Aus dem Inhalt: U.a. Ausgangspunkte: Der Staat als Maschine - Die Erfahrung der Leere - Der romantische Entwurf: Die neue Öffentlichkeit - Nation, Europa, Weltstaat - Organismus versus Mechanismus.