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Vergessen und missbraucht. «Lernbehinderte» als Opfer allgemeinpädagogischer Ignoranz und sonderpädagogischer Eigeninteressen

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Peter Erath

Die vorliegende Arbeit liefert auf theoretisch anspruchsvollem Niveau in Auseinandersetzung mit der Tradition der Lernbehindertenpädagogik eine wissenschaftlich verlässliche Basis für eine bildungstheoretische und -politische Diskussion um die Neugestaltung des Bildungswesens, dessen Integrationsfähigkeit hinsichtlich benachteiligter Kinder und Jugendlicher längst fragwürdig geworden ist. Der Verfasser belegt darin die These, dass die Probleme der Erziehung und Bildung «Lernbehinderter» wissenschaftlich angemessen nur auf der Basis einer «pädagogischen Theorie der erschwerten Lebenslage» thematisiert werden kann. Zugleich versucht er darzulegen, wie eine allgemeinbildende Schule diesen Schülern gerecht werden kann, ohne dass es zu diskriminierender Zwangsbeschulung in Sonderschulen für Lernbehinderte zu kommen braucht.
Aus dem Inhalt: Behindertenorientiertes Denken in der Lernbehindertenpädagogik - Entfremdung zwischen Sonderpädagogik und Allgemeiner Pädagogik - Umrisse einer Theorie der erschwerten Lebenslage - Bildungspolitische Konsequenzen.