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Die Tradition des lyrischen Dramas von Musset bis Hofmannsthal

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Evelyn Schels

Die Gattungen Lyrik und Dramatik verbinden sich in der Bezeichnung «lyrisches Drama» zu einer dramatischen Form, die keine gattungsgeschichtliche Kontinuität aufweist, sondern im Kontext historisch bedingter Aussageintentionen erscheint. Das lyrische Drama des ausgehenden 19. Jahrhunderts, am Beispiel von Musset, Mallarmé, Maeterlinck und Hofmannsthal bezeichnet eine Krise des Dramas, die wegbereitend für das moderne Theater des 20. Jahrhunderts ist. Von der Analyse dramatischer Texte ausgehend wird auf Begriffe, die für das Zeitbewusstsein prägend sind, eingegangen: Mal du siècle, Décadence, Ästhetizismus.
Aus dem Inhalt: U.a.: Die Negation des Dramas bei Mallarmé am Beispiel von «L'Après-midi d'un Faune» und «Hérodiade» - Das Theater von Maeterlinck als Darstellung des Unbewussten - Die frühen Dramen von Hofmannsthal vor dem Hintergrund der Wiener Jahrhundertwende.