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Die Sprache der Kleider im literarischen Text

Untersuchungen zu Gottfried Keller und Robert Walser

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Pia Reinacher

Kleider werden im literarischen Text zu komplizierten Zeichensystemen, die eine verzifferte Botschaft zur Identität eines Protagonisten, zu seinem Rollenverhalten und zu seinen spezifischen Beziehungsmustern transportieren. Die vorliegende Untersuchung stellt fest, dass Kleider sowohl bei Keller wie bei Walser eine zentrale Funktion innerhalb der Textstruktur einnehmen. Beide Autoren bearbeiten dieses Instrument aber ganz unterschiedlich und markieren damit zwei gegensätzliche Positionen im Spannungsfeld literarischer Kleidertradition.
Aus dem Inhalt: Grundfiguren vestimentären Verhaltens - Gottfried Keller: Karikierendes, verführerisches, angstabwehrendes und tückisch täuschendes Kleid - Robert Walser: Distanzierendes, fetischistisches und einschüchterndes Kleid.