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Sport und Politik

Die Boykottdiskussionen um die Olympischen Spiele von Mexiko City 1968 bis Los Angeles 1984

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Rolf Pfeiffer

Bislang wurden Boykottdrohungen oder deren Realisierung allzu schnell als - meist politische - Attacken gegen den Sport kritisiert. Die vorliegende Arbeit zeigt, dass gerade die genaue Berücksichtigung der Anliegen des modernen Sports, insbesondere das friedensmissionarische und sozial-egalitäre Ansinnen, ein Rekurrieren auf die Boykottwaffe nicht nur legitimierte, sondern zuweilen auch erforderlich machte, da nur so die Bewahrung und Entfaltung der internationalen Sportbewegung möglich war. Umgekehrt führte die Nichtberücksichtigung dieser Anliegen die Sportbewegung an den Abgrund. Die Untersuchung vermittelt einerseits die zunehmende Bewusstwerdung des Sachverhalts seitens der Träger des Sports, insbesondere des IOC, andererseits hat bei anderen, für die Entwicklung der Sportbewegung wichtigen Kräften, z.B. der Politik und den Medien, der entsprechende Erkenntnisprozess erst begonnen.
Aus dem Inhalt: U.a. Voraussetzungen und Bedingungen des Sportboykotts - Sportpolitische Probleme der Vergangenheit: Berlin 1936, die deutsche, chinesische und koreanische Frage - Die Rassismusproblematik im Sport - Die Olympischen Spiele als Schauplatz der Ost-West-Auseinandersetzungen - English summary.