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Rückzug und Reflexion in kritischer und aufklärender Absicht

Schillers Ethik und Ästhetik und ihre künstlerische Gestalt im Drama

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Wilfried Baur

Der reflexive Rückzug, den Schiller angesichts der von ihm beschriebenen gesellschaftlichen Lage befürwortet und als künstlerisches Prinzip der Autonomie selbst vorführt, bewirkt nicht Beziehungslosigkeit zur Realität. Vielmehr zeigt die Untersuchung, dass Schiller mittels seiner kritisch-autonomen Darstellungsweise zum Vergleich zwischen poetischer und empirischer Realität herausfordert und dass dieser kommunikative Anspruch von seiner theoretischen Arbeitsphase keineswegs eingeschränkt wird. Seine Kritik bedient sich der Schaubühne, um mit deren Mitteln zur Veranschaulichung eine Öffentlichkeit anzusprechen, und zwar nach dem Prinzip der «Form einer Form», das künstlerische Technik zur Darstellung der Idee der Freiheit einsetzt.
Aus dem Inhalt: Rekonstruktion der ethisch-ästhetischen Theorie Schillers - Wechselwirkung dieser Theorie mit seinem dramatischen Schaffen - Verteidigung des kritischen Anspruchs poetischer Distanz.