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Zeit als Instrument der Sozialforschung

Zur Soziologie des Entstehens methodischer Ansätze für die sozialwissenschaftliche Erfassung des Zeitverlaufs- Ein Beitrag über die Etablierung der Statistik in Deutschland vom 18. bis ins 20. Jahrhundert

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Herbert Schubert

Die vorliegende wissenssoziologische Abhandlung soll dazu beitragen, den längerfristigen Wandel von sozialwissenschaftlichen Techniken der Erfahrungsbildung aufzudecken, indem sie seine sozialen Grundlagen verstehen hilft. Die Untersuchung bezieht sich auf einen Formalisierungsprozess, in dem sich methodische Regeln, wie Gewordenes und Werdendes zu erfassen sei, etablierten. Als empirische Ansatzpunkte dienen Entwicklungsstufen der Statistik: (a) narrative Zusammenfassungen in der staatswissenschaftlichen, (b) sequentielle Ordnungen in der bureaukratischen und (c) numerische Strukturdifferenzierungen in der mathematisierten Statistik.
Aus dem Inhalt: Zur Soziogenese der Mathematik - Die Versicherungsmathematik als Orientierungsmassstab von Sozialwissenschaftlern - Konflikte zwischen Vertretern des deutschen Historismus und mathematisch operierenden Sozialwissenschaftlern - Die Durchsetzung formalisierter Techniken der Erfahrungsbildung vor dem Hintergrund der Weltsystembildung.