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Die politischen Reichsamnestien 1918-1933

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Jürgen Christoph

In der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Rolle der politischen Justiz in der Weimarer Republik haben die Amnestien und Straffreiheitsgesetze der Jahre 1918-1933 bisher nur wenig Beachtung gefunden. Die vorliegende Arbeit untersucht Ursachen und Entwicklung dieser Amnestiegesetzgebung. Anhand von Quellen werden die politischen Hintergründe und Zusammenhänge der z.T. sehr heftigen Amnestiediskussion aufgezeigt, wobei ein Schwergewicht auf der Untersuchung der Wechselwirkung zwischen Justizkritik und Amnestiegesetzen liegt. Von Interesse waren dabei die Auswirkungen häufiger Amnestien auf das Rechtsbewusstsein und die Folgen dieser Entwicklung für die rechtsstaatliche Ordnung in Deutschland bis 1933.
Aus dem Inhalt: Untersucht werden die acht Reichsamnestiegesetze für politische Straftaten in der Zeit von 1918-1933: Revolutionsamnestie 1918, Kapp-Amnestie 1920, Rathenau-Amnestie 1922, Hindenburg-Amnestie 1925, Koch-Amnestie 1928, Rheinlandräumungs-Amnestie 1932, Schleicher-Amnestie 1932 und die Amnestie-Verordnung 1933.