Show Less
Restricted access

Religionsunterricht und Exploration von Alltagserfahrung

Die Bedeutung der Rekonstruktion von Alltagserfahrungen für Theorie und Praxis eines erfahrungsorientierten Religionsunterrichts.- Ein Beitrag zur Diskussion um den problemorientierten Religionsunterricht

Series:

Michale Linke

Die Studie versteht sich als Beitrag zur Fortentwicklung des problemorientierten Religionsunterrichts. Ihr vorrangiges Ziel ist es, den Anspruch solchen Unterrichts auf Erfahrungsorientierung und Schülernähe zu problematisieren und ein Stück weit didaktisch zu konkretisieren. Die Untersuchung arbeitet mit der qualitativen Analyse von Gesprächen mit Schülern und macht dabei den Ertrag der erziehungswissenschaftlichen Diskussion um die didaktische Bedeutung von Alltagswissen und Alltagstheorien für die Religionspädagogik deutlich. Im Zentrum der Studie steht daher die Interpretation der Interviews von drei Schülern zu den Themenbereichen «Religionsunterricht» und «Berufliche Orientierung».
Im Ergebnisteil wird der Ertrag eines interpretativen Ansatzes bei den Alltagserfahrungen von Schülern diskutiert und als Konsequenz eine veränderte Unterrichtspraxis umrissen.
Aus dem Inhalt: Für die an der Untersuchung beteiligten Jugendlichen sind die Fragen der beruflichen Orientierung Fragen der Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft. Sie nehmen sie im Kontext des Konfrontiertseins mit dem Phänomen Arbeitslosigkeit und Jugendarbeitslosigkeit wahr und thematisieren dies als Fragestellung für den Religionsunterricht.
Ferner: Reflexive Selbstvergewisserung als Ausgangspunkt fachdidaktischer Forschung. Auf der Suche nach einer Theorie der Praktiker. Erfahrung und Alltagserfahrung in der religionspädagogischen Diskussion. Interpretative Unterrichtsforschung als Praxisforschung in der Religionspädagogik.