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Das reduzierte literarische Lesen

Zur Entwicklung einer kritisch-empirischen Typologie

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Berthold Rünger

Der Verfasser versucht dem literarischen Lesen auf drei Ebenen nahezukommen:
1. In der Theorie- und Begriffsbildung der bisherigen Forschung wird vor allem die Möglichkeit der Selbstreflexion, eine relativ eigenständige Tätigkeit des Lesers gegenüber dem Werk, weitgehend ausgegrenzt, weil sie erhebliche Definitions- und Forschungsprobleme aufwirft. Die Ausgrenzungsarbeit spricht indirekt von der Bedeutung der Selbstreflexion.
2. In der empirischen Forschung zeichnet sich die Selbstreflexion indirekt in vielen Erhebungsergebnissen ab und erweist sich als unabdingbarer Bestandteil der Werkaneignung.
3. Für die vorliegende Untersuchung wurden mit Intensivinterviews zahlreiche Lektürefälle erhoben. Sie dienen dem Entwurf einer typologischen Beschreibung verschiedener, das Werk abnehmend erfassender Verhaltensformen beim Lesen.
Aus dem Inhalt: Das Lesen und der Rezeptionsbegriff - Kritik der Rezeptionsanalyse - Typen des Verhaltens beim Lesen - Literaturverzeichnis.