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Zweideutigkeit als System

Zur Geschichte der Beziehungen zwischen der Vernunft und dem Anderen in Thomas Manns Roman «Doktor Faustus»

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Ulrich Kinzel

Gleich zu Anfang des «Doktor Faustus» klingt ouvertürenartig das Thema des Streits zwischen dem Rationalen und Irrationalen an und wird im Verlauf des Romans durchgeführt. Die vorliegende Untersuchung bemüht sich, die historischen Bedingungen freizulegen, die das Spiel der Motive und Zitate regulieren und im Roman so etwas wie eine Geschichte der Beziehungen zwischen der Vernunft und dem Anderen, dem Ausgeschlossenen und Wiederkehrenden, ermöglichen. Die Analyse von Montage- und Leitmotivtechnik als Formen literarischen Historisierens zeigt am Ende einen sehr modernen Aspekt der Prosa Thomas Manns: Dezentrierung des Subjekts, Konstruktion eines Diskurses.
Aus dem Inhalt: Montage - Der Wille zum Wissen - Die Macht des Negativen - Das Regime des Anderen - Die Wiederkehr des Gleichen - Zweideutigkeit und Wahrheit.