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Absurd oder grotesk?

Über literarische Darstellung von Entfremdung bei Beckett und Heller

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Rudolf Fritsch

Das Groteske und das Absurde erscheinen in der Literatur des 20. Jahrhunderts als gängige Medien bei der Darstellung einer als zunehmend disharmonisch erfahrenen Realität. Es zeigt sich aber, daß vor allem in der Bestimmung des Grotesken große Differenzen auftreten, wobei auch das Verhältnis des Grotesken zum Absurden äußerst widersprüchlich gedeutet wird. Der vorliegende Text arbeitet die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Kategorien heraus. Dabei wird eine Theorie der ästhetischen Gestaltung von Entfremdung entwickelt, die aus einem materialistisch orientieten sozialpsychologischen Ansatz hergeleitet wird und die im Besonderen auch die Schaffenshaltung der untersuchten Autoren berücksichtigt.
Aus dem Inhalt: Die Gestaltungen des Grotesken und Absurden als künstlerische Umsetzung von Entfremdung - Über die Konstitutionsproblematik von Kunst - Zur 'Herrschaft des Erstarrten über das Lebendige' in Becketts 'Murphy' und Joseph Hellers 'Catch-22'.