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Karl der Kühne als literarische Gestalt

Ein themengeschichtlicher Versuch mit besonderer Berücksichtigung der französischsprachigen Literatur Belgiens im europäischen Kontext

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Hans-Joachim Lope

Diese Studie zeichnet das literarische Schicksal Karls des Kühnen nach. Der Name des letzten Burgunderherzogs aus dem Hause Valois, der am 5. Januar 1477 vor Nancy Herrschaft und Leben verlor, steht für das realgeschichtliche Scheitern des lotharingischen Traums von einem zwischen Frankreich und Deutschland sich behauptenden Mittelreich - und damit für den Beginn einer Burgundmythologie, die sich im Laufe der Jahrhunderte zur wichtigen Referenz für den Europagedanken entwickeln sollte. «In die tausend Jahre deutsch-französischer Beziehungen (...) schiebt sich die burgundische Geschichte wie ein ganz unerwarteter Akt hinein (...). Die Geschichte Europas kommt seitdem vom Verhängnis und Vermächtnis Burgunds nicht wieder los» (J. Huizinga).
Aus dem Inhalt: Karl der Kühne im Urteil der Zeitgenossen - Stoffgeschichte Karls des Kühnen vom 16. bis zum 20. Jahrhundert - Karl der Kühne in vier Werken französischsprachiger Belgier des 20. Jahrhunderts: E. Picard (1905), G. Sion (1944), R. Kalisky (1984), G. Compère (1985).