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Freisetzung von Kreativität durch psychische Automatismen

Eine Untersuchung am Beispiel der surrealistischen Avantgarde der zwanziger Jahre

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Beate Wolf

Kreative Kräfte aus dem Unbewussten sind seit Prinzhorn im bildnerischen Gestalten Geisteskranker anerkannt. Breton hat sie 1924 zur Quelle des Surrealismus erhoben, als er diesen als «reinen psychischen Automatismus» definierte. Ihrer eigenen Auffassung vom Unbewussten folgend, schufen Maler wie Arp, Ernst, Masson Werke, deren automatistische Qualität auf ein zensurfreies Spiel hindeutet. Sie näherten sich zwar der surrealistischen Maxime, der Begriff «psychischer Automatismus» musste ihnen jedoch unklar bleiben. Sowohl die Analyse ihrer Werke als auch die Untersuchung von Bretons Theorie machen die Problematik der Übertragung eines Begriffes der Philosophie und Psychologie auf die Aktivität einer Avantgarde deutlich.
Aus dem Inhalt: «Psychische Automatismen»: zensurfreie bildnerische Produktionen u.a. bei Arp, Ernst, Masson - Der Eingang des Begriffs in den Surrealismus durch Breton (1919-1933) - Seine originäre Verwendung in der Psychologie und Philosophie.