Show Less
Restricted access

Das Phänomen Forschung und die Naturwissenschaft Goethes

Series:

Peter Sachtleben

Wissenschaft besteht in der Prägung scharfer Begriffe, der Ausformulierung in Sätzen und deren Einordnung in ein logisch-verbales System. Jedoch müssen Tatsachen zunächst weitgehend zur Einsicht gebracht worden sein, bevor sie in einen unmissverständlichen Satz gefasst werden können. Der Erwerb solcher Einsicht besteht in einer Hinwendung an die Gegenstände mit dem Zwecke, ihre Eigenart erst zu entdecken, klären, prüfen und schliesslich zu formulieren. Dies ist Forschen. Es geht aller theoretischen Wissenschaftlichkeit voraus. Forschen allein bringt das Inhaltliche wissenschaftlicher Sätze. Es ist der Grund der Stosskraft aller Erfahrungswissenschaft.
Goethes Naturstudien werden aus diesem Blickwinkel auf ihre Wissenschaftlichkeit hin untersucht. Gesichtspunkte der Philosophie unseres Jahrhunderts werden eingebracht. Es ergeben sich neue methodische Einsichten für die Erfahrungswissenschaft im Reich des Lebendigen.
Aus dem Inhalt: Forschen im Gegensatz zur Wissenschaft - Knochenlehre, Metamorphose und Farbenlehre Goethes und ihre wissenschaftliche Seriosität - Beispiele ideeller Naturwissenschaft - Forscher und das Religiöse.