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Grenzen der Seelsorge

Die Spannung zwischen territorialer Pfarrgemeinde und funktionaler Seelsorge am Beispiel der Autobahnkirchen in der Bundesrepublik Deutschland

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Harald Rein

Die Pfarrei oder Kirchengemeinde als territorial umschriebener Seelsorgebezirk gilt immer noch als das Grundmuster der Seelsorge und als Hauptorganisationseinheit der Ortskirchen (Bistum bzw. Landeskirche). Alles andere gilt als Ausnahme, als «Spezialseelsorge». Es stellt sich die berechtigte Frage, ob eine derartige Seelsorgestruktur den Gegebenheiten einer immer mobiler werdenden Gesellschaft überhaupt gerecht werden kann. Ausgehend von dem Beispiel der Autobahnkirchen in der Bundesrepublik Deutschland zeigt die Arbeit auf, dass zur territorialen Pfarrgemeinde vermehrt die personale und funktionale Seelsorge hinzutreten muss. Dabei werden interkonfessionell grundsätzliche Fragen heutiger Kirchentheorie, Gemeindetheologie und Seelsorge aufgeworfen. Dabei kommt der Autor zu der Auffassung, dass ein verbindliches Gemeinde- oder Kirchenmodell nicht entwerfbar ist, ohne jeweils die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.
Aus dem Inhalt: Die Autobahnkirchen in der Bundesrepublik Deutschland - Die Praktische Theologie als Kirchentheorie - Die heutigen Gemeindetheologien - Seelsorge als Gastfreundschaft - Die strukturellen Konsequenzen einer öffentlichen Seelsorge für die Ekklesiologie.