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Die integumentale Methode in mittelhochdeutscher Epik

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Rolf-Peter Lacher

Die Forschung über die allegorische Literatur des 12. Jahrhunderts hat in Frankreich, Grossbritannien und in Nordamerika Darstellungen hervorgebracht, die es ermöglichen, die mhd. Epik von einem neuen Ansatz aus zu untersuchen. Welche Möglichkeiten die Allegorese besitzt, wird am Beispiel des «Commentum super sex libros Eneidos» gezeigt. Die Ergebnisse werden an Veldekes «Eneide» und Hartmanns «Iwein» erprobt. Ein Vergleich zwischen dem französischen Eneasroman, dem «Commentum» und der mhd. «Eneide» zeigt, dass Veldeke den Weg des Eneas im ersten Teil zu einem moralischen Abstieg gestaltet hat. Hartmann von Aue geht insofern über Veldeke hinaus, als er seinem Roman eine allegorische Struktur gibt.
Aus dem Inhalt: Das «Commentum super sex libros Eneidos» - Bezüge zwischen dem «Commentum» und Heinrichs von Veldeke «Eneide» - Die allegorische Struktur im «Iwein» von Hartmann von Aue.