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Karl Binding (1841-1920)

Materialien zur Biographie eines Strafrechtsgelehrten

Series:

Daniela Westphalen

Karl Binding gilt als einer der großen Strafrechtswissenschaftler der für die Strafrechtsentwicklung bis heute bedeutsamen Epoche zwischen 1871 und 1918.
Die Arbeit verbindet Lebensbeschreibung mit dem Bericht über die Werkentwicklung. Sie ordnet umfangreiches, bisher nirgendwo umfassend gesichtetes und teilweise unbekanntes Schriftenmaterial den hauptsächlichen Lebensepochen des Gelehrten zu. Die Untersuchung referiert wenig beachtete Einzelheiten der beruflichen und wissenschaftlichen Entwicklung Bindings. Die Schilderung der aktuellen strafrechtlichen Diskussionslinien jener Zeit und die historische Situation bilden Hintergrund und Einordnungsrahmen für die Lebensgeschichte Bindings, Zusammenhänge zwischen Zeitgeschichte, beruflicher und privater vita des Wissenschaftlers werden deutlich. Das zusammengestellte Material wirft die Frage auf, ob die vorherrschende Einschätzung Bindings als herausragender Gestalt einer als liberal geltenden Strafrechtsepoche vorbehaltlos aufrecht erhalten werden kann.
Aus dem Inhalt: Bindings Jugendjahre und Studium - Der Beginn der Lehrtätigkeit in Basel, Freiburg und Straßburg - 40 Jahre an der Universität Leipzig - Ausbau der Normenlehre - Strafrechtliche, strafprozessuale und staatsrechtliche Produktion - Binding als akademischer Lehrer - Der Schulenstreit - Die Verwaltungstätigkeit and der Universität Leipzig - Binding im Ruhestand - Publizistische Stellungnahmen zu tagespolitischen Fragen während des ersten Weltkriegs.