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Zwischen Zerstreuung und Berauschung

Die Angestellten in der Erzählprosa am Ende der Weimarer Republik

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Christa Jordan

«Zwischen den Klassen», zwischen allen Fronten standen die Angestellten am Ende der Weimarer Republik, zwischen Kleinbürgeridyll und Klassenkampf, zwischen Anpassung und Auflehnung; den Zerstreuungen der Kulturindustrie verfallen oder der Berauschung an faschistischer Demagogie. Trotz materieller Proletarisierung hielten sich hartnäckig Formen «falschen Bewußtseins», Zugehörigkeitsgefühl zum Bürgertum.
Vor dem sozialhistorischen Hintergrund und mit Bezug auf theoretische Ansätze Kracauers, Blochs, Dreyfuss' und Adorno/Horkheimers untersucht die Arbeit verschiedenartigste Facetten der Angestelltenexistenz in der politisch-ideologisch wie ästhetisch sehr unterschiedlichen Prosa von Keun, Brück, Kessel, Fallada, Klaus, Braune, Breitbach, Türk und Schenzinger sowie im Trivialroman. Neben den stofflich-inhaltlichen Aspekten sind die Zusammenhänge von sprachlich-erzählerischen Mitteln und politischem Aussagegehalt bedeutsam.
Aus dem Inhalt: Büromädchen zwischen Flucht und Anpassung - Frauenausbeutung aus konservativer Sicht - Verelendung und Familienidyll - Streik im Büro - Der verklärte Weg in den Sozialismus - Karriere eines Opportunisten - Der Angestellte auf dem Weg in die NSDAP.