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Die Oper im Film

Analysen des Produktionsapparates und der Regie anhand von Giuseppe Verdis «Othello» in der Inszenierung für den Film von Walter Felsenstein

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Konrad Körte

In der vorliegenden Untersuchung wird versucht, die bisher fast ausschliesslich empirischen Verfahren zur Gestaltung von Opern im Film und im Fernsehen zu hinterfragen- und dies an Hand einer exemplarischen Inszenierung, nämlich Verdis «Othello» in der Inszenierung für den Film von Walter Felsenstein.
Bei Opern- und Konzertproduktionen hat jede Generation von Filmemachern im Grunde wieder für sich und von vorne experimentiert. Ist das sinnvoll? Da, wo es um die künstlerische Gestaltung geht, sicher; da aber, wo es um die Gesetzmässigkeiten des Apparates geht, mit dem solche Produktionen hergestellt werden, sicher nicht. Der Autor ist hier der Ansicht, dass die Komposition die zwingendste Herausforderung für diesen Apparat darstellt; insofern ist diese Arbeit nicht nur eine musikologische, sondern sie nimmt die Komposition als besonders dichtes und strukturiertes Arbeitsmaterial für den Film. Wir schauen gewissermassen zu, was passiert, wenn dieses besondere Drehbuch auf den Produktionsapparat des Films trifft.
Aus dem Inhalt: Teil I: Ueberblick über die Entwicklung des Opernfilms. Darstellung und Vergleich der Produktionsmethoden zur Realisierung von Opernfilmen. Teil II: Analyse von zwei Szenen aus Verdis «Othello» in der Inszenierung für den Film von Walter Felsenstein. Teil III: Prinzipielle Ueberlegungen zur Inszenierung der Oper im Film: Die Partitur als Drehbuch für den Film. Die Kameraführung im Theater und im Atelier. Die Kamera vor dem Bühnenbild. Das Format im Opernfilm. Mimik und Gestik im Opernfilm. Die Realszene im Opernfilm. Die Oper im Film als «Gesamtkunstwerk»?