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Individualanarchismus und Dadaismus

Stirnerrezeption und Dichterexistenz

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Die produktive Rezeption des Individualanarchismus Stirnerscher Prägung im Dadaismus war bislang nicht erforscht. Nietzsche stand hier einseitig im Vordergrund. Dem Autor gelingt es nun erstmals, die Attraktivität von Stirners «Einzigem» für die Avantgarde zu begründen und die Komplexe der Rezeption zu kategorisieren. Dabei werden ideengeschichtlich wichtige Transformationen und Kommunikationszusammenhänge vorgestellt, in deren Folge auch zu Unrecht kaum beachtete Literaten (Kersten, Mynona, Daimonides) am Rande der Dada-Szene ins Licht treten. Auf dieser Basis lassen sich dann kunsttheoretische und ideologiekritische Reflexionen im Werk der gesellschaftlich marginalisierten Dichterexistenzen des Dadaismus auf den späten Einfluss Stirners zurückführen.
Aus dem Inhalt: U.a. Stirnerrezeption und Individualanarchismus in der literarischen Szene der Jahrhundertwende - Prädada - Dada Zürich (Ball/Serner) - Dada Berlin (Huelsenbeck/Hausmann/ Baader) - Der Kreis um die Zeitschrift «Der Einzige».