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Oedipus oder der gewundene Pfad der Psychoanalyse

Erlebnispsychologische Aspekte des oedipalen Geschehens

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Hanna Rheinz

Mit der Postulierung des universalen Oedipus-Komplexes begab sich Sigmund Freud in das Spannungsfeld zwischen Mythos und Wissenschaft. Das Oedipus-Konstrukt wird zum Kristallisationspunkt, an dem sich zentrale Annahmen der psychoanalytischen Theorie brechen. Sie reichen von der Uebernahme oedipaler Deutungen als Interaktionsmodus in der «Psychologischen Mittwochsrunde» bis zu triebtheoretischen Spekulationen z.B. der «Mangel-Neid-Hypothese» als Theorie der weiblichen psychosexuellen Entwicklung. Als verbindendes Element erweist sich die Funktion des Oedipus-Konstrukts als dynamische Metapher, die in dieser Untersuchung reflektiert wird.
Aus dem Inhalt: Die Rolle oedipaler Deutungen - Die Metapher vom «abgefallenen Sohn» - Der Oedipus-Konflikt als räumliche und zeitliche Struktur - Die Metapher als Vermittlungsagent biographischer und theoriegeladener Bedeutungen.