Show Less
Restricted access

Einzelwirtschaftliche Liquidität und Kreditangebot der Banken

Series:

Gerhard Honeck

Dass die Kreditbereitschaft der Banken auch von deren Liquiditätslage abhängt, gehört zum traditionellen Lehrinhalt der Geldtheorie. Diese fasst jedoch die Bankenliquidität gesamtwirtschaftlich auf, während die einzelne Bank, da unternehmerisch handelnd und planend, ihren Liquiditätsstatus unter betriebswirtschaftlichem Aspekt beurteilt, wobei sie auch bankaufsichtliche Normen berücksichtigt. Daher liegt die Frage nahe, ob das Kreditangebot einer einzelnen Bank und des Bankensystems, soweit es liquiditätsabhängig ist, tatsächlich - wie die Geldtheorie annimmt - von der gesamtwirtschaftlich definierten Liquiditätslage der Kreditinstitute bestimmt wird oder von Umfang und qualitativer Zusammensetzung ihrer einzelwirtschaftlichen Zahlungsreserven. Weiter ist zu fragen, ob Banken auf gesamtwirtschaftlich-liquiditätspolitische Notenbankmassnahmen nur insoweit reagieren, als sich ihre Zahlungsbereitschaft aus betrieblicher Sicht ändert. Wenn ja, kann die Zentralbank das Bankkreditangebot dennoch liquiditätsmässig beeinflussen? Auf diese Fragen eine theoretische und statistisch belegbare Antwort zu geben, ist das Hauptanliegen der Arbeit. Sie versucht insgesamt, einen Beitrag zu einer liquiditätsmässigeinzelwirtschaftlichen Kreditangebotstheorie zu leisten.
Aus dem Inhalt: Das Liquiditätsproblem der Banken - Massnahmen zur Sicherung der Zahlungsbereitschaft - Liquiditätsmässige Absicherung von Kreditzusagen - Gesamtwirtschaftliche oder einzelwirtschaftliche Bankenliquidität als Bestimmungsfaktor der Kreditangebotsbereitschaft? - Einzelwirtschaftliche Bankenliquidität und Geldpolitik.