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Spuren des Flaneurs in deutschsprachiger Prosa

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Rüdiger Severin

Wer war der Flaneur? Das Bild dieses Großstadtbewohners kam zusammen mit den Bildern von der modernen Stadt (wie es sie in Deutschland noch nicht gab) vom Westen herüber. Die vorliegende Untersuchung zeigt an ausgewählten deutschsprachigen Prosatexten zwischen 1820 und 1940 auf, daß in Deutschland tatsächlich - wenngleich eher marginal - flaniert wurde. Weniger als Sujet der Literatur sondern vielmehr als Perspektive auf die Großstadt, als Wahrnehmungsmöglichkeit der Trümmer und der Schönheiten des Großstadtalltags entwickelt der Flaneur hier einen individuellen und oft subversiven Habitus gegenüber der Moderne.
Aus dem Inhalt: Zur Geschichte des Flaneurs - Deutsche Flanerie zwischen Müßiggang und Identitätssuche - Flanerie als literarische Form - Der Flaneur als «Linker Melancholiker» - Der Flaneur als Physiognomiker.