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Philosophie im Spannungsfeld zwischen Historiographie und Historismus

Studien zu Kant, Johannes von Müller und Dilthey

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Ralph Marks

An drei prononcierten Beispielen, die zugleich wesentliche Schnittpunkte in der deutschen Geistesgeschichte sind, soll das wechselvolle und zugleich widersprüchliche Verhältnis in der Auseinandersetzung zwischen systematischer Philosophie und Historiographie aufgezeigt werden. Angefangen mit der bewussten Ausgestaltung einer wissenschaftlichen Methodologie in Geschichtsforschung und Philologie im 18. Jahrhundert und deren Anwendung auf die historische Erforschung des Christentums, über die Formierungsphase einer frühen, vor allem durch historische Bildung geprägten Weltanschauung bei Johannes v. Müller, bis zur expliziten Durchsetzung des Historismus als leitendem Paradigma der deutschen Geisteswissenschaften im 19. Jahrhundert, sollen die dabei aufgeworfenen philosophischen Problemlagen bei Kant, Schelling und Dilthey diskutiert werden.
Aus dem Inhalt: Die Religionsphilosophie zwischen moralischer Vernunft und historischer Wissenschaft - Johannes von Müller und der Patriotismus - Diltheys Konzept eines nichtobjektiven Historismus unter Rückbezug auf Goethe.