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Leonard Nelsons Rechtfertigung metaphysischer Grundsätze der theoretischen Realwissenschaft

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Dragan Jakovljevic

Dass Wissenschaft mit metaphysischen Behauptungen operiert, ist eine in der gegenwärtigen Wissenschaftstheorie weithin akzeptierte Auffassung. Diese Einsicht wirft eine Reihe von epistemologischen Fragen auf, von denen man früher meinte, sie gehörten zur Weltanschauungspsychologie. Vor allem stellt sich das Problem einer Rechtfertigungsprozedur für den Geltungsanspruch metaphysischer Grundsätze, auf die sich wissenschaftliche Theorien berufen - sofern diese Grundsätze nicht als «blinde Dogmen» oder als unverbindliche Vermutungen angenommen werden sollen. Leonard Nelson hat in der Kantianischen Tradition einen umfassenden und durchdachten Ansatz zur Verifizierung metaphysischer Grundsätze aufgestellt, der auf einer interessanten Analyse des Phänomens metaphysischen Wissens und seines Anteils am wissenschaftlichen Erkennen der Welt gründet.
Aus dem Inhalt: Der Gebrauch metaphysischer Behauptungen in der Realwissenschaft und das Problem seiner Rechtfertigung - Kants Entwurf eines transzendentalen Lösungsansatzes - Unzulänglichkeiten des Ansatzes Kants aus der Sicht der Fries'schen Schule - Nelsons Lösung des Problems der Begründung metaphysischer Grundsätze - Kritiken an Nelsons Konzeption (Cassirer, von Wright, Dubislav, Kastil).