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Das transzendentale Ich und der Kosmos

Die Grundsätze einer wissenschaftlichen Metaphysik

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Henning von Wahl

Die Arbeit entfaltet das schon von Descartes und Kant angedeutete «genealogische Argument».
Da das transzendentale Ich sich apriori als Gesamtheit endlicher Denk-, Wahrnehmungs- und Lebensakte erfasst, ist evident, dass das Ich als geborenes Wesen notwendig eine objektive Existenzursache haben muss. Die Hypothese, das Ich (me) habe stets zwei Ursachen (2me') zur Bedingung, ergibt die theoretische Möglichkeit, einen mathematisch beschreibbaren Kausalbegriff zu rekonstruieren (me - 2me' - 4me'' - etc.), der über den Begriff des Ichs hinausführt. Dadurch wird die notwendige, ontologische Einbindung des Ichs in die Reihe seiner Bedingungen, d.h. in die Evolution und somit in den Kosmos insgesamt, apriori beschrieben. Hierdurch können die Voraussetzungen für ein mathematisches Strukturmodell der Aussenwelt bezüglich des Bereiches möglicher Erfahrung und seiner Grenzen, unter Auflösung der sogenannten Antinomien der reinen Vernunft, entworfen werden. Das «genealogische Argument» erweist sich demnach als eine Umgehung des sogenannten «Hume'schen Argumentes», wodurch die Grundlagen einer wissenschaftlichen Metaphysik und damit einer reinen Naturwissenschaft errichtet werden.
Aus dem Inhalt: Das vom Autor in die Diskussion eingeführte «genealogische Argument» ermöglicht eine Umgehung des sogenannten «Hume'schen Argumentes». Auf diese Weise kann ein mathematisch beschreibbarer Kausalbegriff konstruiert werden, der apriori über den Begriff des Ichs hinausführt. Dadurch werden die Grundlagen für eine wissenschaftliche Methaphysik und damit eine reine Naturwissenschaft errichtet.