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Elemente der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik

Konjunkturelle und strukturelle Elemente der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland in den siebziger Jahren

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Doris Klaus

Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit seit Mitte der 70er Jahre macht eine genaue Analyse der Ursachen notwendig. Ausgehend von den bekannten Theorien - der Neoklassik bzw. des Keynesianismus - wird von theoretischer Seite gefragt, inwieweit diese zur Erklärung der Unterbeschäftigung der 70er Jahre geeignet sind. Da die bisherige (vorwiegend neoklassisch orientierte) Politik nicht greifen konnte, wird das Augenmerk v.a. auf andere als die in der herrschenden Diskussion betonten Ursachen gelegt. So wird insbesondere der technische Fortschritt als möglicher Verursacher in Betracht gezogen. Als geeignet zur Erklärung der gegebenen Unterbeschäftigungsprobleme erscheint eine Theoriekombination, die aus einer Keynesschen (konjunkturell orientierten) Komponente besteht, sowie einer (langfristig greifenden) Lange-Wellen- Erklärung in Anlehnung an Schumpeter. Die Erkenntnis eines hohen Anteils technologiebedingter struktureller Unterbeschäftigung läßt Folgerungen für den Maßnahmeeinsatz zu - auch den aktuellen, da die Ergebnisse aufgrund ähnlicher Bedingungen großenteils auf die 80er Jahre übertragbar sind. Kurzfristige antizyklische Maßnahmen zur Nachfragesteigerung sind erforderlich, müssen aber durch erhebliche Maßnahmen zur Förderung eines qualitativen Wachstums und zur Umverteilung der Arbeit (Arbeitszeitverkürzung) ergänzt werden.
Aus dem Inhalt: Untersuchung theoretischer Ansätze zur Erklärung der Arbeitslosigkeit seit 1970: Neoklassische versus Keynessche Theorie - Kombination von Keynesscher und Lange-Wellen-Theorie nach Schumpeter - Technischer Fortschritt und Arbeitslosigkeit - Empirische Untersuchung der Arbeitslosigkeit der 70er Jahre; Ansatzpunkte für Maßnahmen - auch für die späten 80er Jahre.