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Studien zu den Minor Agreements der synoptischen Verklärungsperikopen

Eine Untersuchung der literarkritischen Relevanz der gemeinsamen Abweichungen des Matthäus und Lukas von Markus 9,2 - 10 für die synoptische Frage

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Christoph Niemand

Das Problem, welches die sog. minor agreements - d.h. die übereinstimmenden Abweichungen des Mt und Lk vom Mk-Text - für die Zweiquellentheorie darstellen, versuchen die meisten Forscher heute dadurch zu lösen, dass diese Änderungen der jeweils eigenredaktionellen Tätigkeit des Mt und Lk zugewiesen werden. Sie seien also kein Problem der Literarkritik, das allenfalls eine Modifizierung der Zweiquellentheorie erforderte, sondern vielmehr ein Thema für die redaktionsgeschichtliche Erklärung des Mt- und Lk-Evangeliums. An diesem Punkt setzt die vorliegende Untersuchung an, indem sie prüft, ob die agreements von Mk 9,2-10parr als Redaktionsleistung des Mt bzw. Lk erklärlich sind.
Stil-, motiv- und redaktionskritische Analysen dieser agreements erfordern eine Modifizierung der Zweiquellentheorie. Innerhalb der sog. Deuteromarkushypothese erscheinen sie als traditionsgeschichtlicher Rest einer eigenen Schicht verständlich.
Aus dem Inhalt: Forschungsgeschichtlicher Überblick - Zur Fragestellung und Methode der Untersuchung - Einzelanalysen zu den agreements - Bewertung der Analyseergebnisse und Folgerungen für die synoptische Frage.