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Kinder über Sprache

Reflexion und Metakommunikation im Zweit- und Erstspracherwerb- Eine vergleichende Untersuchung

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Stefan Kutsch

Sprachreflexive und metakommunikative Fähigkeiten von Kindern wurden bisher vorwiegend auf der Grundlage experimenteller Verfahren analysiert. Diese Untersuchung, die im Rahmen des Saarbrücker Projekts Gastarbeiterkommunikation entstanden ist, befasst sich mit diesen Fähigkeiten auf der Basis spontaner Sprachproduktionen in freien Interaktionen (24monatiges Longitudinalkorpus, 23 Probanden). Kindliche Sprachreflexionen werden dabei als ein direkter Zugang zu Erwerbsproblemen von Sprachlernern (L2 und L1) betrachtet, als Indizien an der sprachlichen Oberfläche, die kognitive Prozesse widerspiegeln. Im Zentrum sprachreflexiv kontrollierter Erwerbsvorgänge steht der Erwerb von Lexemen bzw. von Bedeutungen durch zwei interaktive Schemata, die Paraphrasenschema und Lexemschema genannt werden. Sprachreflexionen zur Grammatik können dabei nicht nachgewiesen werden.
Aus dem Inhalt: Spontane Sprachreflexionen von L2- und L1-Lernern (8-12 Jahre alt) - Bedeutungserwerb im interaktionellen Kontext - Zur Ontogenese sprachreflexiver und metakommunikativer Fähigkeiten - Zur Repräsentativität linguistischer Korpora unter Spracherwerbsaspekten.