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Idee, Wissen und Mitteilung in der kritischen Theorie von Max Horkheimer

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Karl-Heinz Roters

Das Denken Horkheimers als der Versuch eines Zeitzeugen, die im Nationalsozialismus gipfelnde Krise der bürgerlichen Gesellschaft kritisch zu durchleuchten, ist zugleich die Reflexionsform einer substantiellen Krise der kritischen Intelligenz selbst gewesen, in der die Autorität des personalen soziokulturellen Substrats einer oppositionellen Intellektuellenpraxis auf die Leitideen einer bisweilen lehrhaft-appellativ sich mitteilenden Kritik übergegangen zu sein scheint. Im Hinblick auf jene «Theorie-Praxis-Einheit» erschliesst sich ein Verständnisrahmen dafür, dass bei Horkheimer die Apperzeption des sozialen «Gegenstandsfeldes» über weite Strecken von Essentialien höchster Abstraktivität durchsetzt ist und die Ansätze einer reflexiven Identifizierung der Subjektbasis der Kritik fortwährend im Rekurs auf Vernunftvermögen und Bewusstseinsqualitäten befangen bleiben, und schliesslich auch, warum sein ideologiekritischer Impetus eine ausgesprochen «gegenideologische» Fasson annehmen musste.
Aus dem Inhalt: U.a. Die Ideen als Orientierungsfeld einer kritischen «Theorie und Praxis» - Zum Ideologiebegriff - Ideologiekritik als ideologische Kritik? - Das Subjekt der Kritik.