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Offenbarung - Sprache - Vernunft

Zur Auseinandersetzung Hamanns mit Kant

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Irmgard Piske

Anlässlich des 200. Todestages von Johann Georg Hamann versucht die Arbeit Hamanns Infragestellung von Kants Anspruch subjektiver Allgemeinheit der Vernunft in ihren Grundlagen aufzuweisen.
Hamann relativiert, so das Ergebnis der Untersuchung, die Unterordnung des Besonderen und Individuellen unter die transzendentale Allgemeinheit der Vernunft. Diese Kritik führt auf einen Erfahrungsbegriff, der auch Bereiche, die Kants transzendentale Vernunft nicht zu integrieren vermochte, umfasst.
Das der Universalität der Vernunft entgegengesetzte individuelle Allgemeine der Subjektivität ist zu verstehen aus dem Zusammenhang von Offenbarung, Sprache und Geschichte - ist doch, wie es bei Hamann heisst, die «Sprache die Mutter der Vernunft und Offenbarung, ihr A und O».
Aus dem Inhalt: Der Universalitätsanspruch transzendentaler Vernunft in Kants «Kritiken» - Hamanns Problematisierung der Kantischen Vermittlung von Anschauung und Denken - Der Schematismus der Sprache - Die Bindung der allgemeinen Vernunft an das individuelle Subjekt - Das sprachliche Wesen der Vernunft - Offenbarung im Medium der Universalität der Sprache - Die Einheit von Unendlichem und Endlichem: Religion, Sprache und Vernunft - Das Ganze im Fragment: Chiffren der Natur und der Geschichte als Sprache der Transzendenz Gottes.