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Die braunschweigische Thronfolgefrage

Eine verfassungsgeschichtliche Untersuchung der Rechtmässigkeit des Ausschlusses der jüngeren Linie des Welfenhauses von der Thronfolge in Braunschweig 1884 - 1913

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Wilhelm Bringmann

Preussen plante nach der Annexion des Königreichs Hannover 1866 die endgültige Vertreibung der unversöhnlichen Welfen aus dem Deutschen Reich. Mit dem Tod Wilhelms von Braunschweig drohte das Herzogtum unter die Regierung der erbberechtigten hannoverschen Dynastie zu kommen. Bismarck betrieb stattdessen eine Sekundogenitur der Hohenzollern. Die Untersuchung zeigt, dass Berlin sowohl durch Druck auf Braunschweig vor Erlass des Regentschaftsgesetzes von 1879, als auch durch militärische Aktionen vor dem Tod des Herzogs Wilhelm mehrfach die Reichsverfassung von 1871 brach. Die Konstituierung des Regentschaftsrats war dennoch rechtmässig. Die gegen das Welfenhaus gerichteten Bundesratsbeschlüsse von 1885 und 1907 waren dagegen mangels Zuständigkeit unzulässig.
Aus dem Inhalt: U.a. Preussische Ambitionen auf eine Sekundogenitur in Braunschweig nach 1866 - Berliner Druck zur Verhinderung einer welfischen Thronfolge - Bildung eines Regentschaftsrats - Bundesratsbeschlüsse von 1885 und 1907.