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Licht

Religiöse und literarische Gebrauchsformen

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Walter Gebhard

In vier Vorträgen werden religiöse und literarische Formen des symbolischen Gebrauchs von Licht von den ältesten vorderorientalischen Traditionen bis zur Gegenwart skizziert. Dabei zeigt sich einesteils die Neigung zu einer strikten Hell-Dunkel-Entgegensetzung, die besonders für frühe religiöse Gebrauchsformen entscheidend war, dann aber eine zunehmende Bewußtwerdung der Dialektik der Gegensätze: Man entdeckt den Bedarf an Farbe und Dunkelheit. Die Bezugstexte reichen von den Sonnenhymnen Echnatons und Julians über den Tristan-Roman und mittelalterliche Visionsliteratur, die reformatorischen und aufklärungstheologischen Liedschätze bis zur Lyrik Paul Celans.
Aus dem Inhalt: Lichtsymbolik in den Religionen - Im Schatten des höfischen Lichtes. Zur Trennung von Öffentlichkeit und Privatheit im mittelalterlichen Tristan-Roman - «- und es war Licht». Über die kulturelle Bedeutung einer absoluten Metapher - «Fadensonnen» - «Lichtzwang» - «Immerlicht» bei Paul Celan.