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Die literarischen Beziehungen zwischen den Büchern Jeremia und Ezechiel

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Dieter Vieweger

Die sachlich motivierte Aufnahme und Interpretation jeremianischer Tradition im Ezechielbuch verdeutlicht ein buchübergreifendes Interesse an der theologischen Umschreibung und Bewertung der Situation des judäischen Volkes von den letzten Jahren der staatlichen Eigenexistenz Judas an bis hinein in die Exilzeit. Dabei gerät nicht nur die Nähe der Verkündigung beider Propheten in den Blick, sondern auch die engen Beziehungen der sich ihnen verpflichtet fühlenden Schülerkreise, die die Botschaft ihrer Meister im Zeichen von deren Autorität und Legitimation mit der fortschreitenden geschichtlichen Tradition konfrontiert und weiterentwickelt haben.
Aus dem Inhalt: Die Rezeption jeremianischer Überlieferung im Ezechielbuch - Die Rezeption der Arbeit des jeremianischen Schülerkreises im Buch Ezechiel - Die gleichartige Partizipation beider Schriften an der prophetischen Tradition Israels - Der Einfluß des allgemeinen Sprachgebrauchs der Zeit.