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Die literarischen Beziehungen zwischen den Büchern Jeremia und Ezechiel

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Dieter Vieweger

Die sachlich motivierte Aufnahme und Interpretation jeremianischer Tradition im Ezechielbuch verdeutlicht ein buchübergreifendes Interesse an der theologischen Umschreibung und Bewertung der Situation des judäischen Volkes von den letzten Jahren der staatlichen Eigenexistenz Judas an bis hinein in die Exilzeit. Dabei gerät nicht nur die Nähe der Verkündigung beider Propheten in den Blick, sondern auch die engen Beziehungen der sich ihnen verpflichtet fühlenden Schülerkreise, die die Botschaft ihrer Meister im Zeichen von deren Autorität und Legitimation mit der fortschreitenden geschichtlichen Tradition konfrontiert und weiterentwickelt haben.
Der Autor: Dieter Vieweger wurde 1958 in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) geboren. Von 1976 bis 1981 studierte er evangelische Theologie am Theologischen Seminar Leipzig. Von 1982 bis 1986 war er dort wissenschaftlicher Assistent. 1985 Promotion, 1989 Habilitation an der Universität Leipzig. Von 1986 bis 1989 war er Pfarrer des Thomanerchores Leipzig, seit Herbstsemester 1989 ist er Professor für die alttestamentliche Wissenschaft zunächst an der Kirchlichen Hochschule Berlin-Brandenburg (Sprachenkonvikt Berlin), dann an der Humboldt-Universität Berlin.